Als Holz­lie­fe­rant für das schnell wach­sen­de Wien des 18. Jahr­hun­derts und durch das Wir­ken des welt­be­rühm­ten Glas­künst­lers Johann Joseph Mild­ner hat der Weins­ber­ger­wald eine über­re­gio­na­le his­to­ri­sche Bedeu­tung. Die wirt­schaft­li­chen und sozia­len Fol­gen der Indus­tria­li­sie­rung der Glas- und Holz­ver­ar­bei­tung sind bis heu­te spür­bar, die zum Teil über 200 Jah­re alten Über­res­te immer noch sicht­bar.

75.435.949,9 m2 Muse­ums­flä­che (in etwa …)

Von der mit­tel­al­ter­li­chen Besied­lung über Indus­tria­li­sie­rung und Habs­bur­ger-Herr­schaft bis zu Wirt­schafts­kri­se und Aus­sied­lung – wer die loka­le Geschich­te der Regi­on Weins­ber­ger­wald betrach­tet, wirft dabei auch stets einen Blick auf die His­to­rie Mit­tel­eu­ro­pas.

Erle­ben Sie eine span­nen­de Zeit­rei­se zu Fuß oder mit dem Rad. Aus­gangs­punkt ist das rund 250 Jah­re alte „Tru­cker­haus“ – benannt nach den ehe­ma­li­gen Besit­zern – im Zen­trum von Guten­brunn.

Vier­und­fünf­zig Fund­or­te und Objek­te im Weins­ber­ger­wald sind mar­kiert und erzäh­len von den ers­ten bron­ze­zeit­li­che Wegen durch den Nord­wald bis zu den gro­ßen Holz­schwemm­an­la­gen der Neu­zeit, vom Ende des Urwalds, von der Wie­der­auf­fors­tung bis zur maschi­nel­len Ver­ar­bei­tung des Roh­stof­fes Holz, von Krieg und Ent­sied­lung, von Holz­ha­ckern und Glas­ma­chern, Ade­li­gen und Arbei­tern, von Stein, Glas, Beton und Stahl.

Die Spu­ren­su­che star­tet in der Aus­stel­lung im Tru­cker­haus in Guten­brunn. Dann geht es mit dem im Ort erhält­li­chen Buch „Spu­ren“ oder mit ihrem Smart­pho­ne ab in den Wald. Die Fund­or­te sind auf einer Wan­der­kar­te ein­ge­zeich­net und über bestehen­de mar­kier­te Wan­der- und Rad­we­ge erreich­bar. Die Orte kön­nen auch mit­tels Geo­da­ten gefun­den wer­den.

Zusätz­lich gibt es eine 4 km lan­ge mar­kier­te Orts­run­de, die auch für älte­re und ganz jun­ge Besu­cher geeig­net ist. Infor­ma­tio­nen dazu fin­den Sie im Aus­stel­lungs­raum.

Das Museum/Besucherzentrum ist übri­gens zu jeder Jah­res­zeit ganz­tä­gig frei zugäng­lich!